Mittwoch, 24. Februar 2010

10Kg runter in 6 Monaten.....und jetzt geht es wieder hoch


das waren noch Zeiten. Vor 4 Jahren mit 84/85 kg hab ich begonnen mich zu bewegen. Schmerzen, Entbehrungen, Strapazen, Überwindung, Lustlosigkeit und was weiss ich nicht alles hab ich über mich ergehen lassen. Hörte während dem Laufen auf zu rauchen, aß von allem nur noch die Hälfte, trank das doppelte, begann wirres Zeug zu reden wie dehytriert und anarooob und begann so dünne Kleidung zu tragen wo ich vorher drüber lachen müßte.
Nach 3 Monaten intensiven Galleren-ähnlichen Sklavenarbeiten begann mein Gewicht zu fallen. Schlagartig 3 kg. 6 Wochen stagnierendes Gewicht trieb mich zu verstärktem Training. 6 Monate später waren 10 kg weg. Weitere 3 folgten. Nach dem Frankfurt-Marathon kam ich heim mit 69,8 kg. Der Tag danach hatte dann die echte Gewichtsklasse angezeigt. 71kg war das Ergebnis. Also 13kg Gewichtsverlust. Mann was hat mich das gefreut.
Seid einem Jahr geht das ganze wieder zurück. Ich kann machen was ich will,.....ich renne wie ein Begloppter und habe tatsächlich ca. 100gr mehr Gewicht nach jedem Lauf. Heute 75,3 kg auf den Rippen. Heute abend haben Jürgen, meine Uschi und ich einen 21,5km Lauf absolviert. So schwer fühlte ich mich noch nie. Ich hatte Seitenstechen, einen harten Bauch, bekam keine Luft, konnte fast nix reden ( was absolut unnormal ist ) und tat mir echt so schwer, dass ich beschloss bei 11km um zu drehen, da ich die 21km doch nicht schaffe. Der Marathon naht. Ich muß laufen.....laufen.....laufen...... und es müßen ca. 3 Kg weg. Wie soll man das schaffen ohne gleich zu verhungern.?

Sonntag, 21. Februar 2010

Alaska der Pfalz..............weiter anhaltender Schneefall





ein Blick heute morgen aus dem Fenster lies Frühlingsgefühle in mir aufkommen. Ok,.......3/4 Hose und halbarm-Shirt mit Laufjacke drüber iss angesagt. Fertig gerüstet ein Schritt vor die Hütte,.......fröstel....das war wohl nix. Lange Hose, langarm-Shirt noch unter die Jacke gestreift. Jürgen kommt pfeifend daher,..........moin Alter, Dir wird das pfeifen noch vergehen. Uschi hat schon abgesagt;...Grippe im Anmarsch. Peter wollte kommen sowie auch Werner. Aha,..Werner iss da. Oha,...Werner hüstelt und sieht scheiße aus. Den haben wir gleich wieder heim geschickt. Dies würde nix geben heute. Es ist ein 28er Lauf angesagt. Mit Erkältungen im Anzug sollte man solche Aktionen nicht auf sich nehmen,.........also laufen Jürgen und ich alleine los. Haben uns für heute ganz was leckeres ausgedacht. Landau, Mörlheim, Offenbach, Herxheim, Hayna usw,.......schön gleichmäßig über die Buckelpiste. Nach schon 3km trifft uns ein Orkanunterstützter Schneesturm von der Seite. Flocken so groß wie Schäferhunde schlugen auf uns ein. Das war ein richtig kleines Pearl Harbor. Das sollte jetzt aber nicht war sein. Ich dachte wenn er jetzt sagt wir drehen ab sag ich nicht nein......ich glaube er dachte das gleiche. Natürlich gaben wir nicht auf. Wer sind wir denn? Der Niederschlag hielt fast 45 Minuten an,......eine kompl. geschlossene Schneedecke lag unberührt auf dem teils spiegelglatten Asphalt. Wir durchliefen teils alte Schneeverwehungen vom letzten Schneefall, die seitlich ca. noch über 1/2 Meter lag, sah aus wie ein Minikletscher. Zum Glück haben wir uns nicht noch den Fuß verknackst,..das wäre es noch gewesen. Zwischendurch hat die Sauerei nachgelassen und wir trotteten immer noch unseres Weges. Am Ende waren es doch wieder 32km,... und dies in 3Std. 9 min. Ganz nett für 2 ältere Herren quer durch Alaska.
Irgendwie hab ich das Gefühl, wir Läufer sind doch alle ein wenig bescheuert. Aber schön isses.